Im tiefen Schweigen der heftigſten Ueberraſchung ſtanden der Graf Montaldi und ſeine Gemahlin da, und ſtaunten bald den furchtbaren Unbekann⸗ ten, bald das ſchlummernde Maͤdchen, bald wie⸗ der Cerrino an. Entlarvt und in dem Gefuͤhl der Vernichtung ſeiner Nichtswuͤrdigkeit, lag die⸗
ſer zu den Fuͤßen des ungluͤcklichen Schlachtopfers
ſeiner Bosheit und wußte kaum, wie ihm geſchehen war, oder was noch geſchehen ſollte; hieruͤber ließ ihn aber der zorngluͤhende Blick des Unbe⸗ kannten durch die ſchwarze Maske hindurch nicht lange in Ungewißheit. Jetzt unterbrach der Un⸗ bekannte die ſtarre Pauſe, indem er ſich Bianken
naͤherte, und ſie mit dem Zurufe aus ihrem
Schlummer weckte:„Ermuntere Dich, Bianka! der Tag der Vergeltung iſt erſchienen; Dein Raͤcher iſt da!“.
Bianka ſchien aus einem boͤfen Traume zu erwachen. Mit ungewiſſem ſchuͤchternem Blicke ſchauete ſie um ſich. Kaum gewahrte ſie Cerrino,
ſo ſprang ſie ſchaudernd von ihrem Lager auf und
IV. A


