deckung befuͤrchtete; in ſorgenloſer Sicherheit
bemuͤhete er ſich jetzt, das Ziel ſeiner Wuͤnſche zu erreichen.
Dianora war gluͤcklich in ſeine Haͤnde gera⸗ then. In der Einſamkeit ihres gegenwaͤrtigen Aufenthaltes in einem tief hinter Bergen und Galdungen verſteckten alten Schloſſe, wohin er ſie hatte narch Lucillo bringen laſſen, war ſie, ſeiner Meinung nach, ſo verborgen, daß nicht leicht ein Spaͤherblick ſie auskundſchaften konnte.
DSo begierig er auch nach einem voͤlligen Trium⸗
phe ſeiner Bosheit lechzte, ſo rieth ihm doch die Klugheit, einen Beſuch bei ſeiner Gefangenen noch auf einige Zeit aufzuſchieben, waͤhrend er ſeinem treuen Lucillo es uͤberließ, den erſten Sturm abzuwarten, und ſie alsdann durch deſſen Ueberredungskuͤnſte auf ſeinen Beſach vorzuve⸗ reiten.
Endlich meldete ihm denn Lucillo, daß ſeine Gefangene ruhiger werde, daß ſie ſich allmaͤhlig in ihr Schickſal zu ergeben ſchiene, daß ſie ſeiner
Ankunft nun gefaßter entgegen ſaͤhe, und daß er
ihm jetzt das Weitere uͤberlaſſen koͤnne.„Ich erwarte,“ ſchrieb er,„Ihre ferneren Befehle und beſtimmte Nachricht wegen Ihres Eintreffens, damit ich zur rechten Zeit den hewußten Trank be⸗ reiten und anwenden kann, der di Gefangene i n


