Teil eines Werkes 
3. Theil (1821)
Entstehung
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ergeben. Du gehſt zwar jetzt von mir, aber ich darf doch wohl nicht befuͤrchten, auf immer?

Amadeo. Wenn meine Gegenwart Ihnen noͤthig ſeyn ſollte, dann ſollen Sie mich nicht ver⸗ miſſen; noch heute werden Sie mich wiederſehen in dem Augenblicke, wo die unterdruͤckte und ver⸗ folgte Tugend ihren Triumph uͤber das Laſter feiert. Bis dahin ſcheide ich von Ihnen mit dem from⸗ men Wunſche, daß der Segen des Himmels ſtets mit Ihnen ſeyn moͤge.

Er druͤckte der Graͤfin die Sand und ent⸗ fernte ſich.

Die Sonne ſtand ſchon ziemlich hoch, als die Graͤfin erwachte. Ihr Gemahl erwartett ſie mit Ungeduld. Sie ließ ſich ſchnell ankleiden und kurz darauf trat ihr Gemahl bei ihr ein. Sie fand ihn ungewoͤhnlich heiter und erfuhr, daß die eingegangenen Nachrichten von Dianorens Ret⸗

tung und von der Gewißheit, daß Seipio reue⸗

voll in die Arme ſeiner Familie zuruͤckkehren werde, eine ſo frohe Stimmung in ihm erzeugt habe. Ich konnte kaum Ihr Erwachen erwarten, fuhr er gegen ſie fort,um meine Freude mit Ihnen zu theilen. Gefaͤllt es Ihnen, ſo begleite ich Sie in die Meſſe, um dort dem Himmel unſern Dank fuͤr die gluͤckliche Wendung darz