ehrwuͤrdigen Abtes Ignazio zu Sankt Lucian uͤbernahm ich die mir zugedachte Stelle eines Rechnungsfuͤhrers bei Ihrem Gemahle. Meine
anze ufmerkſamkeit war auf die erſonen ge⸗ ganz ge⸗
richtet, die hier in Ihrer Naͤhe ihr heilloſes Unweſen trieben. Es entging mir nicht, daß Cerrino durch die feinſten Kunſtgriffe der Ver⸗ ſtellung Sie zu taͤuſchen bemuͤht war, um deſto ungeſtoͤrter die Plane des Verderbens zu foͤrdern, und ſo verdoppelte ſich auch im Stillen meine Wachſamkeit, dieſe Plane zu zerſtoͤren. Es war mir nach Wunſche gelungen, die mich beobachten⸗ den Blicke von mir entfernt zu halten. Man konnte nicht leicht vermuthen, daß der muͤrriſche
Alte, der mit Niemand Umgang hatte, einen ſo
weſentlichen Antheil nahm an den raͤthſelhaften Ereigniſſen in Ihrem Hauſe. So war denn auch beſonders die Verwandlung von Dianorens Ringe mein Werk, wovon das Wie, wenig Beruͤck⸗ ſichtigung verdient. Die Folgen, welche dieſe Ningverwandlung fuͤr Dianoren hatten, waren
wider Erwartung ſo nachtheilig, daß nur Loren⸗ zo's eigene Erſcheinung ſie unſchaͤdlich machen
konnte, und ich war es, der ihm von allem Nachricht gab und ihn in tiefer Nacht bei Dia⸗ noren einfuͤhrte.
Graͤfin. Lorenzo's naͤchtliche Erſcheinung
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