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urſachen, dieſe koͤnnen und duͤrfen ihm aber Uicht erſpart werden, denn ſie machen ihn nicht den tauſendſten Theil ſo ungluͤcklich, als ſeine befrie⸗ digte Leidenſchaft es thun wuͤrde. Ihre groͤßte Sorgfalt wird daher gegenwaͤrtig darauf gerichtet ſeyn muͤſſen, daß das Feuer dieſer Leidenſchaft ihn nicht etwa zu der Uebereilung verleite, ſich durch Liſt oder Gewalt in Dianorens Beſitz zu ſetzen, welches in ſeinen unſeligen Folgen nicht zu berechnen ſeyn wuͤrde. Er muß ſobald als moͤg⸗ lich Ihr Haus und dieſe Gegend verlaſſen, der Plan hierzu wurde ſchon vor laͤngerer Zeit von Ihrem Gemahle ſelbſt vorbereitet, und dieſer wird unter den gegenwaͤrtigen Umſtaͤnden nicht laͤnger ſaͤumeh, ihn in Ausfuͤhrung zu bringen.
Graͤfin. Es wird dem Mutterherzen ſehr ſchwer fallen, den geliebten Sohn in ſeinem bemitleidenswerthen Zuſtande von ſich zu laſſen und ihn den Qualen einer ungluͤcklichen Liebe Preis zu geben. Allein ich will mich auch hierzu verſtehen, ſobald mich Lorenzo von der unver⸗ meidlichen Nothwendigkeit dieſer Forderung uͤber⸗ zeugen wird. Die zaͤrtliche Zuneigung meines Sohnes zu Dianoren iſt rein und untadelhaſt, ſie gruͤndet ſich auf Tugend und Harmonie ihrer ver⸗ ſchwiſterten Seelen; was kann alſo Lorenzo veran⸗ laſſen, ſich derſelben ſo hartnaͤckig zu widerſetzen?
Alter. Sollte Ihnen Ihr Herz nicht ſchon
laͤngſt die Urſache haben ahnen laſſen?
Graͤfin. Nichts, was mich dieſe gegen⸗ ſeitige, eben ſo zaͤrtliche als tugendhafte Zunei⸗
gung als ſtrafbar koͤnnte erkennen laſſen.
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