druͤcken konnte, ohne ſich ſelbſt zu verrathen, ſo mußte ſie ſich endlich nach ſeinem Willen fuͤgen. „Laſſen Sie mich immer dieſen Verſuch ma⸗ chen, der fuͤr unſer Beider Beruhigung noͤthig iſt,“ wandte er ſich an ſie.„Ich zweifle nicht daran, daß er gelingen werde, da Antonio ſeinen Freund im Karmeliterkloſter in Verlegenheit bringen muͤßte, wenn er dieſen veranlaßt haͤtte, mich durch eine Unwahrheit zu taͤuſchen, wo ich mich alsdann an dieſen halten wuͤrde. Ich bin es endlich muͤde, mich fort und fort in Abenteuer⸗ lichkeiten und Raͤthſel verwickeln zu laſſen, wovon es ungewiß iſt, was eigentlich darunter verſteckt liegt. Ich muß wiſſen woran ich bin. Das Minoritenkloſter iſt nicht weit, die Gegend iſt aͤußerſt angenehm, die Witterung ſehr guͤnſtig, und zudem iſt, wie ich Ihnen ſagte, der Abt von Sankt Lucian mein vieljaͤhriger Freund, dem ich ſchon laͤngſt auf ſein mehrmals wiederholtes Ver⸗ langen einen verſprochenen Beſuch ſchuldig bin. Sollte daher auch gegen Vermuthen die eigent⸗ liche Abſicht meiner Reiſe nicht erreicht werden, ſo betrachte ich ſie als eine kleine Luſtreiſe. Wol⸗ len Sie mich begleiten, ſo wird es mir ſehr an⸗ genehm ſeyn. Ich kann Ihnen wenigſtens eine ſehr willkommene und herzliche Aufnahme bei meinem Freunde verſprechen.“
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