Teil eines Werkes 
2. Theil (1821)
Entstehung
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236 3 Graf. Ich danke Euch fuͤr dieſe Nachricht, und werde ſie zu benutzen wiſſen. Er wandte ſich von ihm und begab ſich mit ſeinen beiden Begleiterinnen nach Hauſe.

Der Graf war durch den Auftritt in der Kloſterkirche in eine Verwirrung geſaut worden, die er vergebens zu unterdruͤcken und vor ſeiner Gemahlin zu verbergen bemuͤht war. Dieſe hatte das vorgefallene Geſpraͤch des Grafen mit dem Moͤnche und beſonders der Name Conſtanza ſo aufmerkſam gemacht, daß der Graf fuͤr gut fand, bei ſeiner Nachhauſekunft ihr ſelbſt den empfan⸗ genen Brief leſen zu laſſen und ſich ſo gut es geſchehen konnte daruͤber gegen ſie zu verſtaͤndigen. Die Graͤfin erkannte auf den erſten Blick in den Schriftzuͤgen die genaueſte Aehnlichkeit in Amadeo's Handſchrift, durch welche dieſer ihr die Einladung in die Kapelle Sankt Thekla gegeben hatte. Der Schreiber dieſes Briefes, der raͤth⸗ ſelhafte Moͤnch, und Amadeo mußten alſo eine und dieſelbe Perſon ſeyn und mit Lorenzo in Verbindung ſtehen. Sie vermuthete ſogar, daß vielleicht die erhaltene Einladung nach Sankt Thekla und das was ſie dort erſahren ſollte, mit Antonio's zuruͤckgelaſſenem Briefe zuſammen⸗ haͤngen koͤnne; nur war es ihr unbegreiflich,