400
ſtand gelobt, den Sie den Opfern der Ueber⸗ ſchwemmung leiſteten, weil er ſelbſt waͤhrend dieſer Tage der allgemeinen Trauer niemanden an Aufopferung nachſtand.“
„Und dieſe Blicke, mein lieber Friedrich, erheben Sie in der Meinung vieler Menſchen
ſehr hoch, ich will nicht ſagen in der meinigen,
denn Sie wiſſen, daß ich den Rath eines regie⸗ renden Fuͤrſten nicht beduͤrfte, um Ihren Werth zu ſchaͤtzen. Aber der Baron von Sperges, Noverre, Metaſtaſio, der Fuͤrſt Eſterhazy, der bei mir war, die Fuͤrſtin von Lichtenſtein, der der Erzherzog kaum zwei Worte ſagte, obgleich man ſagt, daß er in ſie verliebt ſei, haben ihren Anhang gegen Sie erhoͤht, und vielleicht, ohne ſich den Beweggrund davon einzugeſtehen. Was den guten Duval anbelangt, ſo iſt er derſelbe geblieben. Sie haben in ſeiner Hochach⸗ tung weder verloren noch gewonnen. Er ſchaͤtzte Sie, er liebte Sie ſchon; er war aufrichtig er⸗ freut, daß man Ihnen Gerechtigkeit erzeugte, und das wenige, was er von Ihnen geſagt hat, beweist es beſſer als lange Geſpraͤche. Hinſichtlich meiner Couſine will ich Ihnen nicht verbergen, daß Ihre Handlungen hundert Pro⸗ cent bei ihr gewonnen haben. Wenn Sie die
——


