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giebt. Ich habe Ihnen ſchon geſagt, welch großen Herrſchergeiſt dieſer Mann hat; nicht vergebens ſtammt er aus dem Hauſe Habsburg. Mit ſeiner Mutter ſtreitet er um die Macht, ſeine Mutter erhaͤlt ſich ohngeachtet ihrer na⸗ tuͤrlichen Guͤte darinnen ſo gut wie er; und in der Mitte dieſer Streitigkeiten iſt der Fuͤrſt von Kaunitz von allen dreien derjenige, der ſie wirklich ausuͤbt, indem er jedes von beiden be⸗ redet, das was er beſchloſſen, ſei ihr eigner Wille. Doch geht der Sohn ſehr oft als Sie⸗ ger aus dieſem Streit, wenn der Fuͤrſt Kanzler kein Intereſſe hat.
Glauben Sie mir, dieſer Kopf enthaͤlt ge⸗ nug Ehrgeitz um ganz Europa damit in Bewe⸗ gung zu ſetzen; er iſt uͤbrigens voller Projekte, denen die gute Abſicht nicht mangelt; er iſt ungehalten, daß ſich dieſen ein Durſt nach Ruhm anſchließt, die er mit kleinen Mitteln und einer Eiferſucht auf alles hervorragende Verdienſt verfolgt. Wie er ſich zum Beiſpiel uͤber Sie ausdruͤckte, wollte ich wetten, er be⸗ neidet ſie um den Vorfall beim franzoͤſiſchen Geſandten und liebt mithin dieß Ereigniß am wenigſten an Ihrer Auffuͤhrung, ſo lange Sie in Wien ſind. Er hat nur freimuͤthig den Bei⸗


