58
ſen, der ohne Andaͤchtler zu ſeyn, kein Freigeiſt war, und dieſe Veranlaſſung er⸗ griff, um ſeine perſoͤnliche Achtung fuͤr ſeinen Freund oͤffentlich zu beurkunden, nun das Gebet faͤr die Verſtorbenen be⸗ gann, mit welchem, nach Schiffsgebrauch, das Abendgebet beſchloſſen wurde. Dem Gaſte der alten Burg Heloin traten in dieſem Augenblicke alle Scenen der vorgeſtri⸗ gen Nacht und der Todtenwache vor ſeine Seele. Eine Todtenblaͤſſe verloͤſchte an ſeiner Stirn und auf ſeinem Wangen die ſchwachen Spuren des Blutumlaufs; die Lebensthaͤtigkeit ſchien unterbrochen zu ſeyn, und ſeine zitternde Stimme ſchwieg ploͤtz⸗ lich. Nach einer kurzen Pauſe, fuhr er zwar fort, allein es koſtete ihm eine peinliche Anſtrengung, die ſtockenden Worte an eiu⸗ ander zu reichen. Sein leidender Zu⸗ ſtand wuͤrde von allen Anweſenden bemerkt


