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Hans Brahe oder: der Sonderling mit dem schwarzen Mantel / von Karl Keller
Entstehung
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hatten, waren umgewandelt, und erhoben nur noch bisweilen ihre zerbrochnen Gelenke, die ſie aber bald, von einer ſchmerzhaften Ohnmacht uͤberwaͤltigt, fallen ließen. Je hoͤher ich mich erhob, deſto herr⸗ licher wurde der Glanz, der uͤber dem Waſſerſpiegel ſchwebte, deſto geſtaltloſer ballten ſich die beſiegten Ungeheuer in einen Klumpen, der ſich zuletzt ganz von der Glanzſaͤule trennte.

Jetzt erſt fuͤhlte ich das Gluͤck meiner Freiheit, und mit ihr die entbundene Kraft, deren Daſeyn ich oft ahnete, die aber wegen unbezwinglicher Hinderniſſe niemals in volle Thaͤtigkeit treten, und mich daher auch nie von ihrer Allgewalt uͤberzeugen konnte. Die engen Grenzen der innern Sinne waren zerriſſen, und die Schranken, in denen ſie ſich bei dem, im engen Koͤrper eingeſperrten Men⸗ ſchen bewegen, daß er, wie der Maulwurf in ſeiner dunklen Kammer, auf einen kleinen Empfindungs⸗ kreis beſchraͤnkt iſt, waren verſchwunden. Nun blickte ich hinab bis auf den Kern der Erde, wo in einem wunderbaren Quell die Wurzeln, aus denen ſich das Leben in der Natur ergießt, ihre Nahrung an ſich ſaugen, zwiſchen Felsgeflechten bis zur Oberflaͤche emporſteigen, und allenthalben, auch in dem todten Geſtein, zur Bildung reicher Adern ihre

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