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die Abendglut das bluͤhende Angeſicht meines Wei⸗ bes, und lieblicher umflog ihren ſchoͤnen Mund das Laͤcheln der Freude. In demuͤthiger Ehrfurcht neigte Angla das Haupt, kreutzte uͤber der Bruſt die Arme, und ſprach ein Gebet, das ich Ihnen dolmetſchen wuͤrde, wenn ich mir nicht gelobt haͤtte, niemals vor dem Ohr eines Sterblichen ſeinen In⸗ halt auszuſprechen.
Wie eine Verklaͤrte, die den Himmel offen ſieht, und in deren Bruſt jedes irdiſche Begehr ver— ſtummte, ſtand ſie neben mir in Andacht verſunken. So verherrlicht hatte ich die edle Geſtalt nie ge— ſehen, ſo ſchoͤn und rein ſprach ihre Seele noch nie aus ihrem Angeſicht. Ich wollte ſie an mein Herz ziehen, aber ſie bedeutete mich, ſie in ihrer Andacht nicht zu ſtoͤren. Unter leiſen Gebeten ergriff ſie einen Kranz nach dem andern, und warf ihn als Opfer hinab in die tobende Flut. Ich trat weiter hinaus an den Rand der ſchwindelnden Tiefe, und bog das Geſtraͤuch aus einander, um den Kraͤnzen nachzublicken, die der Strom unter den ſchneehellen Schaum hinabriß. Angla warnte mich, als ſie den letzten Kranz hinabwarf, durch einen aͤngſtlichen Zuruf. Aber zu ſpaͤt. Denn unter mir brach ſchon das lockere Geſtein, und ich ſtuͤrzte in die Tiefe.
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