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Hans Brahe oder: der Sonderling mit dem schwarzen Mantel / von Karl Keller
Entstehung
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zuvor anzeigen, daß ich den Fruͤhling eines Sonnen⸗ bildungsjahrs der Menſchheit malen wollte.

Herrlich! rief ich. Dieſer Schluͤſſel oͤffnet mir den Zugang in dies geheimnißvolle Gewirre.

Laſſen Sie uns, ſprach er: zunaͤchſt bei dem Mittelgrunde anfangen, und dabei immer einen Blick auf das, was hinter ihm liegt, werfen, ehe wir unſre Aufmerkſamkeit den Gebilden des Vorder⸗ grundes ſchenken.

Auf dieſer Seite verkuͤndet das aufgehende Roth den Morgen. In der duftenden Aue haben ſich einige Familien gelagert, durch welche das idylliſche Leben, wie es die Dichter ſchildern, verſinnlicht erſcheint. Der milde Himmel macht die Kleidung entbehrlich, aber die edlen Geſtalten tragen ſchon ein heiliges Gefuͤhl im Herzen, denn Huͤften und Lenden werden vom Schurtz der Schaamhaftigkeit umfangen. Unſchuld ſpricht aus den Zuͤgen des heitern Angeſichts, reine Liebe blickt aus den Augen, und das Laͤcheln des Wohlwollens umſchwebt den ſchoͤngeformten Mund, den noch keine Leidenſchaft entſtellte. Wie innig ſchmiegt ſich jener Mann an die Gattin, welche dem Saͤugling die Bruſt reicht! wie froh weidet ſich ſein Blick an den Kindern, die vor ſeinen Fuͤßen mit den ſchoͤnſten Baumfruͤchten