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Hans Brahe oder: der Sonderling mit dem schwarzen Mantel / von Karl Keller
Entstehung
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giebt es auch keinen Sonnentag mehr, und keinen Sterntag; da iſt Nebel und Nacht. Aber Tag und Nacht muß doch wechſeln, ent⸗ h gegnete ich: es geſchehe in vier und zwanzig Stun⸗ ⸗ den, oder, wie am Pol, in einem Semeſter. Wohl wechſeln beide, verſetzte er. Aber auf der Erde— koͤnnten wir ſie unter unſern Fuͤßen hinwegrollen laſſen, wie das Steigerad unter den hemmenden Fingern der Unruh ſich umwendet— wuͤrde, behielten wir ſo die Sonne im Auge, nie⸗ mals die Nacht eintreten. Die Erde taucht ſich nur zur Haͤlfte in ihren eignen Schatten, und mit ihr alle Bewohner, die an dem, ihnen angewieſenen Punkte kleben. In der Nacht ſehen ſie die leuch⸗ tende Sonne nicht; aber ſie iſt dennoch in ihrem vollen Glanze vorhanden. So bleibt auch immer das Licht der Erkenntniß. Fuͤr das eine Volk er⸗ ſcheint es im Auf⸗ fuͤr das andere im Niedergang; auf manches gießt es ſeinen reichen Strom aus ſenk⸗ rechter Hoͤhe, fuͤr ein anderes ſteigt es nur wenige Grade uͤber den Horizont und giebt ihm einen kurzen Tag. Wo aber an der Stirn und Bruſt dicke Eisklumpen liegen, da ſcheint es wohl hin, doch ohne zu ſchmelzen und zu erwaͤrmen. Die Voͤlker neigen ſich zum Lichte, oder entfernen ſich von ihm;