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aufhielt. Endlich brachte mich der Zufall mit ihm zuſammen.
Als ich eines Abends unter den bluͤhenden Linden am rauſchenden Strome auf und abging, trat mir ein hagerer, alter Mann, in einen ſchwarzen Mantel gehuͤllt, entgegen und ſchritt, ohne auf mich zu achten, an mir voruͤber. Da wir auf der Mitte des Weges wiederholt an einander ſtreiften, und ihm mein beharrliches Verweilen an dieſem Orte zu erkennen gab, daß ich ſo gut, wie er, die milde Abendluft genießen und im Lichte des Vollmonds mich baden wolle; ſo glaubte ich zu bemerken, daß das Feuer in dem hellblickenden Auge neben der Adlernaſe lebendiger wurde, und daß das, unter dem großen Hut auf die Schultern herabwallende Silberhaar, vom Unwillen geſchuͤttelt, wilder um⸗ herfloͤge. Wie ein Paar Geſpenſter blieben wir hier bis Mitternacht, wo ſein finſteres Geſicht allmaͤhlig anfing, ſich zu glaͤtten.
An einer Stelle, wo das volle Licht des Mondes auf ſein Angeſicht ſich ergoß, vertrat er mir den Weg, und ſchaute mir mit hellleuchtendem Blick tief ins Auge.— Was bannt Sie an dieſen Ort? fragte er mit rauher Stimme, und hielt mich zuruͤck, als ich trotzig an ihm voruͤbergehen und ihm keine


