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Schullehrer zu ihm trat, und, wie im ganzen Dorfe von Nichts anderm, als von der Familie Brenz die Rede war,— das Geſpraͤch auf das Vorgefallene lenkte.
Der Pfarrer war ſehr muthlos geworden.„Da ſitzen wir nun,“ ſagte er mißmuthig,„wir Lehrer unſrer Gemeinde, und predigen und lehren,— und doch kommen immer wieder die alten Fehler zum Vorſchein, doch koͤnnen noch ſolche Skandale vor⸗ kommen,— der Eine ein Sauͤfer, der Andre ein Selbſtmoͤrder!— Soll man bei ſolchen Erfahrungen nicht an Muth und an Luſt aͤrmer werden? Aber das iſts, daß wir Geiſtliche ſo wenig Mit⸗ tel in den Haͤnden haben, auf Kirchenveraͤchter und laſterhafte Gemeindeglieder einzuwirken. Unſer Einfluß iſt aber nur deß⸗ halb hauͤfig ſo gering, weil wir ſtets allein ſtehen, von Niemand aus der Gemeinde ſelbſt thaͤtig und kraͤftig unterſtuͤtzt.“— Der Paſtor dachte ſchmerzlich der ſchoͤnen Presbyterialverfaſ⸗ ſung,— wie ſie in den apoſtoliſchen und evangeliſch⸗reformir⸗ ten Kirchen beſtand und beſteht, wo den Kirchenaͤlteſten, als Mithelfern und Mitberathern des Geiſtlichen, als kirchlichen, von der Gemeinde frei gewaͤhlten Abgeordneten aus ihrer Mitte, von der Gemeinde ſelbſt das Recht uͤbertragen wird, unter Leitung des Geiſtlichen Unſittlichkeiten in der Gemeinde zu ruͤgen, auffallend Laſterhafte bruͤderlich zu warnen, die Beduͤrfniſſe der Gemeinden und der Einzelnen, die Kranken und Troſtbeduͤrftigen dem Pfarrer namhaft zu machen, Vor⸗ ſchlaͤge, das Auͤßerliche des Gottesdienſtes betreffend, zu ma⸗ chen, ja ſelbſt ihre Geiſtlichen zu waͤhlen. Ihm war es wenig zweifelhaft, daß durch Zuruͤckfuͤhrung ſolcher evangeliſchen Einrichtungen in unſrer Kirche neues Leben wieder in dieſelbe kommen wuͤrde; denn wenn nicht blos die Geiſtlichen, ſondern auch die Laien kirchliche Rechte erhalten wuͤrden, dann war es ihm mehr als wahrſcheinlich, daß dieſe auch kirchliche Pflichten eifriger uͤben wuͤrden. Denn wie die Betheiligung der Buͤr⸗ ger an der Staatsregierung durch die conſtitutionellen Ver⸗ faſſungen beſſere Buͤrger macht, ſo koͤnnte wohl auch eine gute Presbyterialverfaſſung das kirchliche Leben wecken und naͤhren. —„Wer hilft uns,“ fuhr der Paſtor fort,„wer unterſtuͤtzt uns in Aufrechthaltung der Kirchenzucht?— Sie hat ſo gut wie aufgehoͤrt!“
„Ich will daruͤber nicht urtheilen,“ antwortete der Schul⸗ lehrer beſcheiden;—„aber in den vorliegenden Faͤllen haben Sie


