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faͤllt doch manche Predigt, die gar Nichts taugt, wenn auch umgekehrt eine gute Predigt nie mißfallen wird.“—
„Du mußt mich nicht mißverſtehen, Vaͤterchen,“ bat die Pfarrfrau,—„das Gefallen iſt nicht blos eine Redensart, Deine Predigt iſt mir wirklich ein Genuß geweſen. Je mehr mir eine Predigt gefaͤllt, deſto groͤßern Eindruck macht ſie; mir hat die Deine aber nicht nur gefallen, ſondern ich habe ſie ver⸗ ſtanden und behalten und mich herzlich daran erbaut. Sieh, Vaͤ⸗ terchen—“ und nun gab ſie in kurzen verſtaͤndlichen Worten den Hauptinhalt der Predigt wieder und hatte eine Menge er⸗ baulicher Gedanken daraus fuͤr ſich im Gedaͤchtniß und Herzen behalten!—
„Ich hoffte das,“ ſagte der Prediger ruhig und mit leuch⸗ tenden Blicken—„und das iſt mein Stolz! Das iſt mir ſtets das hoͤchſte Lob fuͤr eine Predigt, wenn den Zuhoͤrern die Haupt⸗ gedanken derſelben klar vor der Seele ſtehen,— wenn ſie ihr inneres Leben mit Gott daran erbauet, ihre Liebe zu Gott, ihre Freude an Gott gekraͤftigt und gehoben fuͤhlen, oder wenn ſie mit dem feſten Entſchluſſe aus der Kirche gehen: —„ja, das will ich, weil ich gelernt habe, daß ichs ſoll; — ſo iſts, ſo muß es ſein;— ich glaube aus eigner Ueberzeugung, weil ich nicht anders kann.“— Schooͤnrednerei erbaut und beſſert allein ebenſo wenig als das Bemuͤhen, Thraͤ⸗ nen den Zuhoͤrern zu entlocken. Die bloßen ſchoͤnen Worte ohne Gedanken und die empfindelnden Thraͤnenpredigten machen keinen Menſchen glauͤbiger und frooͤmmer. Das Wort Got⸗ tes, das da lebendig iſt und kraͤftig und ſchaͤrfer denn kein zweiſchneidiges Schwert muß auch mit eindringlicher Kraft gepredigt werden!“—
„Ja wohl,“ ſagte die Gattin,„und ich weiß nicht, wie ich mich ausdruͤcken ſoll, es liegt doch auch etwas in der auͤßern Redeform der Predigt.— Du verſtehſt ſo eindringlich zu reden, verſtehſt die Zuhoͤrer ſo zu faſſen und zu ergreifen, ſie muͤſſen aufmerken, ſie muͤſſen zu Dir hin— Deine Rede zieht ſie.— Es iſt auch Gottes Wort, wenn mir Jemand in trockner Rede und mit einſoͤrmiger Stimme eine glauͤbige, wahre, aber lang⸗ weilige Abhandlung vorlieſt; aber, ich kanns nicht aͤndern, mich ergreifts nicht, mich ruͤhrts nicht, und der Geiſt Gottes weht mich daraus nicht an.“—
„Lobe mich nicht, Mutter,“ unterbrach ſie der gewiſſen⸗
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