Teil eines Werkes 
7.-12. Bdchen (1851)
Entstehung
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Die Welt wird jeden Tag älter und die Sonne 4

* Neunzehntes Kapitel.

Der folgende Morgen war mild und ſonnig, und kaum war Nathalie in den Salon eingetreten, als Madame Marreau ſie aufforderte, einen Spaziergang zu machen: es würde ihr gut thun.

Nathalie willigte, überraſcht von dieſer ungewöhnlichen

Aufmerkſamkeit, ein. Kaum hatte ſie das Zimmer verlaſ⸗

een, als Herr von Sainville eine Einladung von ſeiner Schweſter erhielt, welche ihn zu ſprechen wünſchte. Als er kam, entſchuldigte ſie ſich in dem Tone des Bedauerns, daß ſie ihn in ſeinem Morgenſpaziergang ſtoͤre, ſie wiſſe, daß dies ſeine Stunde ſei; aber ſie wünſche mit ihm über eine Sache von Wichtigkeit zu ſprechen: und ſie wieder⸗ holte zum Schluſſezihre Entſchuldigung,daß ſie ihn in ihrem Morgenſpazie ge unterbrochen.

Da ich nach Marmont gehe, ſo iſt es von keiner Bedeutung, ſagte er, indem er ſich ſetzte und ihre Anrede zu erwarten ſchien. 3

Aber die Mittheilung, welche Madame Marceau ih⸗ nan Bruder zu machen hatte, werden wir erſt ſpäter mit⸗ theilen. 1

Che ſie in den Garten ging, rief Nathalie ihrer alten Freundin. Sie fand ſie troſtlos und frierend am Kamine.

Welch' ein miſder, ſenniger Morgen! ſagte Na⸗ thalie freundlich.

Mild! Alles milde Wetter iſt für immer dahin.

Nathalie. I.