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nem Sammetkleid, das die arme Frau für feierliche Gelegenheiten bewahrte.“ 4
Miß OReilly's Geſicht heiterte ſich wieder auf.
„Das freut mich zu hören; die Nachahmung iſt voll⸗ kommen; wirklicher Sammt würde nicht mehr Tiefe und Weichheit haben. Wie viel Mühe mußte Dir das machen!“
„Ja, es machte viele Mühe.“ 4
„Aber wie leid thut es mir, daß die andern Bilder verkauft ſind!“
„Ich konnte nicht anders, ich brauchte Geld!“
„Ja, aber dabei bliebſt Du unbekannt. Wie ſchade, daß Maria Stuart nicht für die diesjährige Academie fertig wurde!“ 4
Sie ſah ihn ſo aufmerkſam an, daß er erröthete.
„Cornelins,“ fuhr ſie ziemlich ernſt fort,„warum wurde es nicht für die diesjährige Academie fertig?“
Jane erſparte ihm die Mühe zu antworten, indem ſie hereinſah und ſagte, daß noch mehr Gepäck angekom⸗ men und eine Rechnung von einem Pfund zehn Schilling und eilf und einem halben Pence zu bezahlen ſei.
„Ich wollte, ſie hätten es ſchon,“ ſagte Miß O Reilly ärgerlich;„es iſt wahrhaftig ſchändlich; laß mich ſie ab⸗ fertigen, Cornelius; ſieh nur nach, ob ſie Dein Gepäck nicht mit dem eines andern verwechſelt haben. Ich bin überzeugt,“ fügte ſie hinzu und erhob ihre Stimme: „Leute, welche ein Pfund zehn Schilling und eilf einen halben Pence für Fracht rechnen, ſind zu allem fähig.“
Er lächelte; ſie gingen mit einander hinaus, ſchloßen die Thüre und ließen mich allein mit Maria Stuart und meiner bittern Enttäuſchung. Ich konnt' es nicht verſtehen; es war ſeltſam, unglaublich und doch war es ſo, ich ſah hin und konnte es nicht bewundern Ich hätte vor Aer⸗ ger weinen können, aber ich fühlte, daß dieſe ſtolze Maria mich nicht rührte; ihre kummervolle Schönheit, der Schmerz ihrer weinenden Frauen, der empörende Hohn der engliſchen Großen, die Gleichgültigkeit des Henkers⸗


