Teil eines Werkes 
1.-6. Bdchen (1853)
Entstehung
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Wir gingen über den Hof und Cornelius pochte an die Thüre, welche etwas von Haus und Arcade vorſprang.

Wohnſt Du hier? fragte ich.

Nein, Kind; Du weißt doch, daß ich in London mit meiner Schweſter Kate wohne!

Während er ſprach, riegelte ein kleines Dienſtmädchen in Schlarfen die Thüre auf und öffnete halb. Sie hielt ein Talglicht in der einen Hand, mit der andern drückte ſie an der Thüre. Durch die Oeffnung zeigte ſie uns die Hälfte eines runden und erſtaunten Geſichtes.

Mr. Thornton, begann Cornelius.

Nimmt keinen Beſuch an, unterbrach ſie ſogleich und wollte die Thüre ſchließen, aber Cornelius hinderte ſte daran.

Ich komme in Geſchäftsſachen, ſagte er.

Wo iſt der Brief? fragte das kleine Mädchen, ihre Hand zum Empfang ausſtreckend.

Brief? Ich habe keinen Brief. Aber hier iſt meine

arte.

Sie ſchüttelte den Kopf, wollte die Karte nicht neh⸗ men und ſagte in dem Tone feſter Ueberzeugung,es würde nichts nützen. Ich ſage Euch, ich habe ein Geſchäft mit Mr. Thornton, verſetzte Cornelius ungeduldig. Nun gut, wo iſt der Brief? Es hatten ſich der Begriff Geſchäft und Brief ſo feſt in ihrem Kopfe in einander verſtrickt, daß Cornelius trotz ſeines Unwillens lachen mußte. Ich wünſchte, ich hätte einen Brief, da Ihr nun einmal darauf verſeſſen ſeid, antwortete er freundlich; wich kam jedoch nicht, um einen Brief abzugeben, ſondern mit Mr. Thornton über eine wichtige Geſchäftsſache zu ſprechen.

Saben Sie mir denn keinen Brief zu geben? drängte ſie in einem Tone unwilligen Trotzes.

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Cornelius ſuchte in ſeinen Taſchen, fand aber keinen