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gehalten hätte, und doch wagte ich nicht, ein Ende zu machen, indem ich mir von Blanche, wie ich wohl gekonnt hätte, im Vertrauen eine Erklärung erbat. Da⸗ zu fiel mir endlich die Gleichgültigkeit der Großmutter gegen die Sache auf. Hatte ſie von ihrer Tochter Nach⸗ richt erhalten, ohne daß ich's wußte? War man über⸗ eingekommen, aus irgendwelchen Gründen die bevorſte⸗ hende Verlobung vorläufig vor mir geheim zu halten? Ich klammerte mich an dieſer ungereimten Vorausſetzung feſt und ſie ſtörte mein bisher ſo gutes Verhältniß zu der alten Dame; dieſelbe kam mir plötzlich herriſch und kalt vor. Wahrſcheinlich ging von ihr der Plan aus, mir nichts zu ſagen, bis alles im Reinen war; die Andern hätten daran nicht gedacht, ſie aber ſpielte ja ſo gern die Vorſehung; gewiß redete ſie ſich noch dazu ein, es geſchehe Alles zu meinem Beſten. Ich konnte in ihrer Gegenwart nicht mehr frei wie ſonſt ſprechen, denn immer kam es mir vor, als würde die Unterhal⸗ tung von ihr geſchickt um unſichtbare Klippen herum⸗ geſteuert; die Unbefangenheit des alten Herrn dagegen wurde unter dieſen Umſtänden eine Wohlthat für mich. Ich ſchloß mich ihm auch immer enger an, ich las ihm vor und ging und ritt mit ihm herum, und wir waren ſo gute Freunde, daß ſeine Gattin gutmüthig genug über meine Neigung zu ältern Herrn ſpottete, worin


