Unzartheit der Leute des Städtchens ſie um den ihr natürlichen vornehmen Gleichmuth gebracht hatte. In beiden Angelegenheiten mußte ich ſchonend zu Werke gehen.„Ich denke, liebe Mutter“, ſagte ich vorſichtig, „daß ich dann wohl am beſten ſogleich an jene Mrs. Gray ſchreibe, um ihr zu ſagen—“„Daß Du geſonnen biſt, die Stelle einer Erzieherin ihrer Kinder, einer Un⸗ tergebenen in ihrem Hauſe anzunehmen, Du, ein Fräu⸗ lein von Günthershofen!“ unterbrach mich meine Mutter mit ſcharfer Stimme und fuhr bitter fort:„Ach, wenn das Dein Vater wüßte!“—„Um ihr vorerſt ausein⸗ anderzuſetzen, in welchen Fächern ich unterrichten kann“, ſagte ich und lenkte ein, da ich meiner Mutter Stirnrunzeln bemerkte:„damit fie weiß, was ich zu unternehmen gedenke und was nicht.“—„Thue das, Kind“, entgegnete Frau von Günthershofen ſtreng, „doch vorerſt laß uns Thee trinken.“ Ich legte das Tiſchtuch auf den Tiſch, wobei ich Sorge trug, daß die geſtopften Stellen deſſelben unter das Theebret
kamen, brachte Taſſen, Brod und Butter herbei, und zwar mit einem gewiſſen wehmnüthigen Genießen dieſer kleinen Dienſte; ſah ich doch voraus, daß ich ſie nun, da meine Mutter endlich ihre Zuſtimmung zu meinem Fort⸗ gehen gegeben hatte, nicht mehr lange würde zu ver
richten haben. Und wem fielen dieſelben dann zu? Dem
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