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Ich fand ihn allein, denn meine Mutter war ſeit Jah⸗ ren nicht zum Frühſtück heruntergekommen; aber er empfing mich ſehr freundlich, reichte mir ſeine ganze Hand und ließ mich niederſitzen, um mit ihm zu früh⸗ ſtücken. In den erſten fünf Minuten nannte er mich Monſieur de Lacy, doch wurde bald Louis daraus, und er ſprach von den Tagesneuigkeiten und von Char⸗ les Weſtover, von deſſen Geſundheitszuſtande und ſei⸗ nem Wunſche, ihn zu verhindern, wieder bei ſeinem Regimente einzutreten, ſo lange er noch die Kugel in der Bruſt habe.
Ich folgte ſeiner Leitung und entgegnete:
„Ich denke, mein Herr, dazu ließen ſich Mittel finden, wenn Sie es wünſchten.“
Er ſchüttelte den Kopf und ſagte:
„Ich denke nicht. Knaben und Mädchen ſind alle gleich widerſetzlich— welches Mittel denn?“
„Wenn Sie eine ſchöne Dame überreden woll⸗ ten, ihn darum zu bitten, Herr,“ ſagte ich,„ſo würde er es ihr gewiß nicht abſchlagen.“
„Ha— was— meinſt Du Miß M.?“
„Ich weiß in der That nicht, wer die Dame iſt,“ antwortete ich;„aber ich denke, Eure Herrlich⸗ keit wiſſen es.“
„Ei ja, ich weiß es ſehr wohl. Er iſt ſeit
zwei Jahren mit Miß M. verlobt. Es wundert mich,
daß ſie ſich noch nicht verheirathet haben.“ 16
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