nein, mein lieber Sohn, Sie und die arme Louiſe waren Eins. Ich hatte gehofft, Sie würden hier blei⸗ ben können, um mir die Augen zu ſchließen; denn meine Lebenszeit wird nicht mehr lang ſein. Aber Gott beſtraft mich, indem er mir dieſe Genugthuung verweigert. Sie müſſen an mich ſchreiben, ſobald Sie die Küſten Amerikas erreichen, und Sie ſollen ſehr bald darauf von mir hören. Wenn ich Veranlaſſung habe, Ihnen vorher Mittheilungen zu machen, will ich meinen Brief nach Boſton adreſſiren.“
Dies war die einzige Gelegenheit, wo er den Namen ſeiner Tochter erwähnte. Seine Augen blie⸗ ben indeſſen thränenlos und die Worte wurden in je⸗ nem dumpfen und verzweiflungsvollen Tone ausgeſpro⸗ chen, der die Furcht in mir erregte, daß er ſich nie von dem erhaltenen Schlage erholen werde. Er be⸗ gleitete mich an Bord des Schiffes und nahm Ab⸗ ſchied von mir, wie ein Vater von einem Sohne, den er nie wieder zu ſehen erwartet. Er war ſehr trau⸗ rig, und als er wieder von dem Schiffe in das kleine Boot geſtiegen, ſchlug er ſeine Augen nieder und er⸗ hob ſie nicht mehr, um das Schiff anzuſehen, wel⸗ ches mich davon zu führen im Begriff war.
Es wurde eben dunkel als ich an Bord ging, und das Schiff ſollte um zehn Uhr zur Zeit der Fluth abſegeln. Ich ging daher ſogleich in meine unbequeme Kajüte hinunter, ohne große Hoffnung zu ſchlafen,


