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Ich konnte Hamburg nicht ohne Gefühle des Bedauerns verlaſſen— ich konnte Louiſe nicht ohne eine bittere Qual verlaſſen— ich hatte gethan, was recht war— mein Gewiſſen billigte meine Handlungs⸗ weiſe; und wenn der Zufall mich in der Stadt zu⸗ rückhielt und das Glück mich mit irgend einem Wech⸗ ſel der Umſtände begünſtigte, konnte die Hoffnung ohne Selbſtvorwurf ihre Schwingen wieder erheben.
Ich ließ mir nicht träumen, mit welcher See⸗ lenqual dieſer Zeitraum ſollte erfüllt werden.
Die gute Madame Steinberger hatte offenbar etwas von dem erfahren, was im Hauſe des Profeſ⸗ ſors geſchehen war. Sie war ſehr freundlich gegen mich geweſen, und war es noch; aber ihre Ehrfurcht vor dem Profeſſor Haas kam zuweilen in Zwieſpalt mit ihrer Rückſicht für ihren jungen Hausgenoſſen. Ich ſaß Abends lange da, träumte von der Vergan⸗ genheit, dachte an Louiſe und träumte von den glück⸗ lichen Stunden, die niemals zurückkehren ſollten. Und dann kam Madame Steinberger, verſuchte mich zu trö⸗ ſten und ſagte, es wäre nur die Liebe eines Knaben und Mädchens, und ſie würde bald vorübergehen; ich und die junge Dame würden die Sache bald vergeſ⸗ ſen, und ſie zweifle nicht, uns Beide noch als glück⸗ liche Eltern zu ſehen.
Wenn ſie einen glühenden Spieß genommen und


