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ſehnte. Als er etwa zwei Jahre nach dem Tode des Lord H. fühlte, daß eine Krankheit ſich ſeiner be⸗ mächtige, verließ er das Haus des Herrn Prevoſt, welches er in der letzten Zeit zu ſeiner Heimath ge⸗ wählt hatte, und ſagte, er wolle auf das Gebirge wandern. Dort wurde es ſchlimmer mit ihm. Ein indianiſcher Läufer kam, um ſeinen Freunden zu ſa⸗ gen, daß er im Sterben liege, und als Herr Prevoſt ging, um ihn zu beſuchen, fand er ihn in einer Senecahütte und ſeinem Ende nahe.
Er war froh, das freundſchaftliche Geſicht in ſeiner Nähe zu ſehen, und als ſein Beſucher ſich über ihn neigte, ſagte er:
Ich bin Ihnen ſehr verbunden, daß Sie kom⸗ men, Prevoſt, denn ich möchte Sie um etwas bitten, und zwar, mich auf dem Kirchhofe zu Albany gerade neben Ihrem lieben Mädchen zu begraben. Ich weiß, dies iſt Alles Unſinn; ich weiß, daß das Fleiſch die Verweſung ſieht, dennoch iſt es mir, als würde ich dort ruhiger ſchlummern, als anderswo. Wenn es je einen Engel gab, ſo war ſie einer. Und ich denke, ihr Staub muß den Boden heiligen.“
Es war ſeine letzte Bitte, und ſie wurde nicht vergeſſen.
Ende.
Schneeberg, gedruckt in der C. Schumann'’'ſchen Buchdruckerei.


