ſaßen drei rothe Männer zu Anfang des Sommers 1758.
Eine kurze Strecke vor ihnen und ein wenig wei⸗ ter den Hügel hinunter befand ſich ein kleines Buſch⸗ werk, welches aus phantaſtiſch ausſehenden Geſträuchen und aus einem kleinen verdorrten Baume beſtand. Es bildete gleichſam einen Schirm für den Ruheplatz der Indianer, ſo daß ſie von unten nicht zu ſehen waren, doch ſtand es ihrem Blicke nicht im Wege, als der⸗ ſelbe über die weite Waldgegend dahinſchweifte. Von der Erhöhung, auf welcher ſie ſaßen, konnte das Auge des rothen Mannes, welches vermöge der beſtändigen Uebung die Schärfe des Adlerblicks angenommen hatte, in jeden Theil der Wälder blicken, wo die Bäume nicht zu dicht waren. Der Fußpfad, wo er den Schutz der Zweige verließ, die Savanna, wo ſie der Umkreis des Waldes durchbrach, der Fluß, wo er ſich zum Ocean hinwand, die Millitairſtraße von den Ufern des Hndſon bis zu dem oberen Ende des Horiconſees, der kleinſte Teich, der kleinſte Bach, Alles war wie auf einer Karte vor ihnen ausgebreitet.
Ueber die weite Ausſicht wanderten die Augen je⸗ ner drei Indianer nnaufhörlich dahin, nicht als wären ſie beſchäftigt, einen beſtimmten Gegenſtand aufzuſuchen, deſſen Lage ſie nicht ganz genau wußten, ſondern als ſähen ſie nach Etwas, was ihnen einen Gegenſtand der Verfolgung oder des Intereſſes gewähren konnte.


