Fünfzehntes Kapitel.
Die Verheißung des Sonnenunterganges beſtä⸗ tigte ſich. Der folgende Tag brach hell und klar an. Der Wind war nach Südweſten herumgegangen, und wie es häufig in dem amerikaniſchen Herbſte geſchieht, folgte auf den kalten und eiſigen Hauch des Nordoſt ein ſo ſanfter und milder Wind wie die wärmſten Lüfte des Frühlings. In großen Maſſen fiel der Schnee von den Zweigen der Tannen und Fichten; die weiße Oberfläche der Erde ſchimmerte, wie von glänzenden Schuppen, als die obere Decke zu ſchmel⸗ zen begann und das Waſſer von den äußerſten Zwei⸗ gen heruntertröpfelte, bis die völlig aufgegangene Sonne den aufgelöſten Schnee in die Ströme und in den See ergoß. Es war gleich der Herſtellung des Geiſtes vom Kummer unter dem glänzenden Einfluſſe glücklicherer Tage.
Nur hie und da ſah man noch einen Schnee⸗ baufen auf den Gipfeln der Hügel oder in den ſchat⸗ tigeren Theilen des Waldes; nur hie und da zeigte ſich am Himmel der Ueberreſt einer Wolke; aber an⸗ ſtatt der dunklen, ſchweren grauen Maſſe, die am


