von der untergehenden Sonne bis Ihr hieher kamet. Ich war zu Deiner Sicherheit dort, mein Bruder, und zu der Sicherheit des Mädchens.“
„Wir wären oft froh geweſen, Deinen Rath zu erhalten,“ bemerkte Lord H.;„denn wir bedurften zuweilen eines beſſern Wiſſens, als wir ſelber be⸗ ſaßen.“
„Wer ſich ſelber hift, bedarf keiner Hilfe,“ ant⸗ wortete der ſchwarze Adler.„Du wareſt genug, um die Schwierigkeit zu überwinden; warum ſollte ich Dir das Recht nehmen zu handeln?“
Als ſie ſprachen, hörte man Editha's leichten Fußtritt auf der Treppe und die Augen des ſchwarzen Adlers waren, als ſie herunterſtieg, mit einem Blicke auf ſie gerichtet, welcher Lord H. einige Bedeutung zu haben ſchien, obgleich er nicht eigentlich ſagen konnte, worin die Eigenthümlichkeit beſtehe. Der Blick war ruhig und ernſt, doch lag eine gewiſſe Zärtlichkeit darin, welche machte, daß der junge Edel⸗ mann unwillkürlich fürchtete, es möchte dem Herrn Prevoſt irgend ein Unheil begegnet ſein.
Er fühlte ſich indeſſen bald beruhigt, denn als Editha herunterkam, ſagte der Häuptling ſogleich:
„Dein Vater iſt gerettet, meine Tochter. Er kam unverletzt durch das Feuer und befindet ſich in ſeiner eigenen Wohnung.“
Editha ſah blaß und verſtört aus; aber die


