Teil eines Werkes 
4. Bd. (1853)
Entstehung
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213 Sorel richtete, in Gedanken verloren, ihre Augen auf den Boden. Plötzlich aber erhob ſie ihren Kopf und ſagte:

Kommt, de Brecy, ich will Euch nicht länger von Eurer Geliebten fern halten. Ich will Euch zu ihr führen. Ich weiß, wo ſie zu finden iſt.

Ha! ſagte Johanna von Vendome, ſobald Jean Charoſt und ſeine Begleiterin das Zimmer ver⸗ laſſen hatten.

Wollt Ihr nicht auch mit ihnen gehen, Ma⸗ dame? fragte Jacques Coeur, der keine große Liebe zu der zurückbleibenden Dame hegte.

Ich denke nicht, verſetzte Johanna von Ven⸗ dome in ruhigem und gleichgültigem Tone.Das Wiederſehen der Liebenden ſollte ſo wenig Zeugen wie möglich haben.

Sie blieb alſo mit Jacques Coeur in der Halle, welcher an's Fenſter trat und in die Nacht hinaus⸗ blickte.

Einige Minuten ſpäter kehrte der Diener mit einer Flaſche Waſſer aus dem Schloßbrunnen und einem ſilbernen Becher zurück. Beides ſtellte er auf den Tiſch und entfernte ſich dann. Johanna von Vendome ſah die Flaſche einen Augenblick an und ſagte dann laut:

Ich bin auch durſtig.

Auf den Tiſch zugehend, ſtellte ſie ſich ſo, daß