Teil eines Werkes 
4. Bd. (1853)
Entstehung
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t fünfundzwanzig tief, die Decke gewölbt und mit dunk⸗ zwanz 9

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lem, unpolirtem Holze ausgelegt. Die ganze Halle war mit demſelben Material getäfelt: an den Wänden

aber war das Holz polirt. Vier Pilaſter im italie⸗ niſchen Geſchmacke verzierten jeden Winkel und ſchie⸗ nen die Decke zu tragen.

Viele Kerzen waren nöthig, um das große, dunkle Zimmer zu erhellen; und es war nur ſehr ungenügend erleuchtet. Das Licht, welches da war, fiel größten⸗ theils auf die Geſtalt des jungen Königs, der an einem kleinen Tiſche in der Mitte ſaß, in ſchwermüthi⸗ ger Stellung ſeinen Kopf auf die Hand ſtützte und ſeine Augen auf den Boden richtete.

„Wird ſie kommen?“ ſagte er bei ſich ſelber. „Wird ſie kommen? Und wie ſoll ich handeln, wenn ſie nicht kommt? Dieſer gute Kaufmann ſagt, ſie wird kommen, aber ich bezweifle es— ich bezweifle es ſehr. Sie beſitzt einen entſchloſſenen Geiſt, und wenn ſie einmal ihre Handlungsweiſe gewählt hat, bleibt ſie feſt dabei. Es iſt unnöthig, mich zu fragen, ob ſie kommen wird, oder daran zu denken, was ich thun will, wenn ſie ſich weigern ſollte. Die Könige ſind da, um den Männern zu befehlen, denke ich, und die Weiber, um den Königen zu befehlen.“

Und bei dieſer witzigen Bemerkung umſchwebte ein Lächeln ſeine Lippen. In dem Augenblicke wurde eine nahe Thür geöffnet— nicht die große Thür der

Agnes Sorel. IV. 13

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