Teil eines Werkes 
3. Bd. (1853)
Entstehung
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Ihr waret ſchon in England gefangen, als die orleani⸗ ſtiſche Partei bei Hofe das vollſtändige Uebergewicht erhielt, und da der junge Herzog in der Gefangen⸗ ſchaft war, wie Ihr, ſo übernahm ſein Schwieger⸗ vater, der Graf von Armagnac, die Leitung jener Partei. Raſch, groß und kühn war ſeine Erhebung, und furchtlos, verwegen und blutig zeigte er ſich. Das Schwert des Connetable ſtellte die ganze Mili⸗ tairmacht Frankreichs zu ſeiner Verfügung. Ein Glück für ihn wäre es geweſen, wenn er ſich mit dem militairiſchen Anſehen begnügt hätte, aber er griff auch nach den Finanzen, und bei dem unglücklichen Zuſtande der Einkünfte der Krone machten ihm die Auflagen, welche Nothwendigkeit gebot, täglich mehr Feinde. Seine rauhe und unerbittliche Strenge reizte mehr zum Zorne, als ſie beunruhigte, und es währte nicht lange, bis alle die, welche gleichgiltig geweſen waren, in die Reihen ſeiner Gegner traten. Freilich war ſeine Partei ſtark freilich war der Haß gegen die burgundiſche Partei unter der Mehrzahl der Fran⸗ zoſen ſehr mächtig; aber die großen Herren und viele von den Fürſten, die dem Hauſe Orleans zugethan, waren in engliſchen Gefängniſſen. Durch jedes Mit⸗ tel, welches Staatsklugheit und Liſt erdenken konn⸗ ten, ſuchte Johann von Burgund die Zahl ſeiner Freunde zu vermehren. Alle, welche Armagnac's Verfolgung entflohen, wurden von ihm freudig aufge⸗