Teil eines Werkes 
3. Bd. (1853)
Entstehung
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ken und Gefühle gewidmet; aber das Schickſal und die Geſchichte ſeines Landes während ſeiner Abweſen⸗ heit nahm keinen geringen Theil ſeiner Aufmerkſam⸗ keit in Anſpruch. In jenen Tagen verbreiteten ſich die Nachrichten langſam. Große Thatſachen wurden wahrſcheinlich genauer angegeben und bekannt, als ſelbſt jetzt; denn es gab keine verwickelte Maſchinerie zur Verbreitung der Lüge, keine öffentliche Preſſe, von dem Parteigeiſte geleitet, um das Wahre mit dem Falſchen zu miſchen. Eine gewiſſe Großmuth hatte die reinen, ritterlichen Jahrhunderte überlebt und die Menſchen konnten ſelbſt während des Lebens einem Feinde hohe und edle Eigenſchaften zuſchreiben; aber die Einzelnheiten ſind größtentheils verloren ge⸗ gangen. Jean Charoſt war ſehr begierig, dieſe ein⸗ zelnen Umſtände zu hören; und als ſie ſich um den großen Kamin verſammelt hatten denn es war jetzt Oktober und die Nächte kalt unternahm es Jacques Coeur, ſeinem jungen Freunde einen Bericht von Allem zu ertheilen, was in Frankreich ſeit der Schlacht bei Azincourt geſchehen.

Ihr erinnert Euch, mein Freund, ſagte er, daß Johann von Burgund nach dem Falle von Harfleur nur dadurch dem Namen eines Verräthers entging, daß er ſich erbot, ſeine Truppen mit denen Frankreichs zur Vertheidigung des Reiches zu vereinen. Aber man mißtraute ihm, und wahrſcheinlich nicht ohne Urſache.