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ſeinen Dienſt fordert, wenn er in den Schlachten ſei⸗ nes Vaterlandes, ſelbſt gegen Euch, Mylord, zu kämpfen und ſeine eigene Ehre und ſeinen Ruhm auf⸗ recht zu halten hat!“
„Ja, da habt Ihr den rechten Fleck getroffen, junge Dame,“ ſagte der alte Herr.„Bei meinem Leben, ich meines Theils würde nimmermehr einen tapferen Feind im Gefängniſſe halten, ſondern ihm nur ein mäßiges Löſegeld abnehmen und ihn am folgenden Tage wieder fechten laſſen.“
„Herrn von Brecy's Vater ſiel in einer verlornen Schlacht gegen die Engländer,“ fuhr Agnes traurig fort.„Der Sohn iſt hier in engliſcher Gefangen⸗ ſchaft. Glaubt Ihr nicht, daß er ſeinen Vater be⸗ neidet?“.
„Vielleicht— vielleicht,“ rief Lord Willoughby, ſich raſch von ſeinem Sitze erhebend und im Zimmer auf⸗ und abgehend.„Aber was kann ich thun?“ fuhr er fort, indem er vor Agnes ſtehen blieb und ſie mit einem Blicke aufrichtiger Betrübniß anſah.„Ich mußte dem Könige verſprechen, keinen meiner Gefan⸗ genen, ſo lange er und ich lebten, ohne ſeine beſon⸗ dere Zuſtimmung, anders als gegen das von ihm be⸗ ſtimmte hohe Löſegeld in Freiheit zu ſetzen. Mein liebes Kind, Ihr redet, wie ein verſtändiges Frauen⸗ zimmer und doch rührt Ihr mich, wie ein Kind. Aber Ihr werdet gewiß einſehen, daß es nicht in meiner


