Teil eines Werkes 
3. Bd. (1853)
Entstehung
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hätte weder die Königin von Sieilien noch ich jemals von Eurer Gefahr gehört.“ 3

„Wie kann das ſein?“ fragte Jean Charoſt. „Ich kenne ihn nicht— ich ſah ihn nie.“ 4

„Ich kenne Euch auch nicht,“ verſetzte der Knabe; „aber dies iſt die Geſchichte von dem Löwen und der Maus, die meine Großmutter mir erzählt hat. Ihr habt einen Lakai, Namens Martin Grille. Er iſt mein

Vetter. Ihr ſeid gütig gegen ihn, er gütig gegen

mich geweſen, und ſo iſt das Ganze herum gekommen. Er ſchenkte mir die erſte Krone, die er entbehren konnte, und dafür kaufte ich mir dieſes Inſtrument, welches ſo lieblich redet, wenn ich es in Bewegung ſetze. Es ſagte dieſer jungen Dame und der Königin, Mitleid zu haben, und ſie hatten Mitleid mit Euch; und ſo kam das auch zu Stande. Aber ich muß jetzt gehen, denn ich habe Martin beſtellt, und ich möchte ſonſt zu ſpät kommen.“

„Warte einen Augenblick,“ ſagte Agnes;„Du haſt noch keine Belohnung erhalten.“

„Ei ja,“ verſetzte der Knabe,„Belohnung genug, ihn in Freiheit geſetzt zu haben.“

„Das war nicht mehr, als gerecht,“ antwortete ſie.„Warte einen Augenblick, ich will der Königin ſagen, daß Du gehſt.“

Eins von den andern Mädchen begleitete ſie und noch zwei entfernten ſich, ehe ſie zurückkehrte. Eine