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ein Vorrecht geltend machen wollen, um den Mörder unſeres Vetters von Orleans zu ſchützen.“
„Es kann keine Einwendung dagegen ſein,“ ſagte der Herzog von Berri.„Durchſucht mein Haus, wann es Euch beliebt, Herr Oberrichter.“
„Und das meine,“ ſagte der Herzog von Bourbon.
„Und das meine— und das meine,“ ſagten mehrere von den Herren des Raths.
Der Herzog von Burgund ſprach Nichts, ſondern ſaß mit blaßem Geſichte, ſeine rauhen Züge noch mehr verfinſtert, bewegungslos am Tiſche. Endlich fuhr er den ſeinem Sitze auf und rief in heftigem und raſchem Tone:
„Kommt hieher, Sicilien— kommt hieher, mein lieber Oheim von Berri. Ich möchte ein Wort mit Euch reden.“
Und er ſchritt auf die große Thüre zu, wohin ihm die beiden Fürſten, die er ausgewählt, folgten.
Zwiſchen der großen Thür und der äußeren Halle befand ſich ein kleiner Vorſaal mit einer ſchmalen Treppe an der einen Seite, auf deren unteren Stufen einige Diener ſaßen, als der Herzog plötzlich unter ihnen erſchien.
„Hinweg!“ rief er in ſo lautem und rauhem Tone, daß ſie wie eine erſchrockene Schafheerde davon⸗ eilten. Dann machte er beide Thüren zu, verſchloß


