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„Dieſer junge Mann iſt offenbar unſchuldig, Herr von Tignonville. Meint Ihr nicht auch?“
„Ich hielt ihn immer dafür, gnädigſter Herr,“ verſetzte der Oberrichter. 1
„Nun gut, Herr,“ ſagte der Herzog vofk Berri, „Ihr habt ohne Zweifel, wie ich Euch dieſen Morgen befahl, allen Fleiß angewendet, um Diejenigen auf⸗ zuſpüren, die ein ſo entſetzliches Verbrechen, wie die Ermordung des einzigen Bruders des Königs, be⸗ gangen haben.“
„Allen Fleiß habe ich angewendet, edle Herren und mächtige Fürſten,“ ſagte de Tignonville, an die Ecke des Tiſches tretend und in beſonders ſtrengem und entſchloſſenem Tone redend;„aber ich habe noch keinen von den Mördern oder ihren Mitſchuldigen in meiner Gewalt. Dennoch habe ich genügende Anzeige erhalten, um überzeugt zu ſein, daß ich ſie in weni⸗ zen Stunden werde vor Gericht ſtellen können, wenn Ihr mir die Vollmacht des geheimen Raths geben wollt, in den Häuſern aller Diener des Königs und der königlichen Prinzen Nachſuchung anzuſtellen, was, wie Ihr wißt, ohne beſondere Erlaubniß nicht in mei⸗ ner Macht ſteht.“
„Gewiß,“ verſetzte der König von Sicilien. „Beginnt mit dem meinigen, wenn Ihr wollt. Durch⸗ ſucht es von oben bis unten. Keiner von uns wird


