Teil eines Werkes 
3. Bd. (1853)
Entstehung
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Während er ſprach, wendete er ſich zu der jun⸗ gen Dame, die ihm in die Halle gefolgt war, und die wir dem Leſer ſchon mehrmals vorgeführt haben. Sie war jetzt todtenblaß; aber jene Energie, welche ſpäter Frankreich rettete, fehlte ihr auch jetzt nicht. Sie ließ den Arm der bejahrten Dienerin los, trat einen Schritt vor, ſchlug ihre Hände zuſammen und rief:

Um Gotteswillen, mächtige Fürſten, haltet ein! Schickt einen Boten ab, wenn Ihr Euren Frieden retten wollt, und beſtellt dieſen ſchrecklichen Befehl ab. Ich weiß nicht, warum Ihr einen unſchuldigen Mann zur Folter verurtheilt habt; aber ich bin gewiß, daß er ſich dies durch Redlichkeit und nicht durch Verbrechen zugezogen hat indem er ſein Wort gehalten und nicht, weil er es gebrochen. 4

Sie ſind für einander geſchaffen, ſagte der König von Navarra kalt.Beide reden aus demſel⸗ ben Tone. Wer iſt ſie, Vetter von Sicilien?

Mademoiſelle de St. Geran Agnes Sorel, antwortete der Herzog von Anjou in leiſem Tone. Eine von den Hofdamen meiner Gemahlin.

Aber Agnes achtete nicht auf dieſe halb gehörte Unterredung, und ſich ſogleich mit raſcher Entſchloſ⸗ ſenheit und unendlicher Anmuth zum Herzog von Bur⸗ gund wendend, der, ſeinen Kopf auf die Hand ge⸗ ſtützt und ſeine Augen auf den Tiſch gerichtet, daſaß, rief ſie:

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