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den betrug, ging ohne Unfall vorüber und die beiden vorderſten Reiter begannen nach und nach eine allge⸗ meine Unterhaltung, wobei der Fremde, wenn man gleich nicht ſagen konnte, daß er ſich beſonders ange⸗ nehm machte, eine große Kenntniß von der Welt, vom Leben, von den Höfen und von fremden Ländern zeigte, wobei er einen rauhen, wenn gleich ſchar⸗ fen und beißenden Witz an den Tag legte, der ſeinen jungen Reiſegefährten zu dem Schluſſe führte, daß er kein gewöhnlicher Mann ſei.
Die letzte halbe Stunde der Reiſe wurde beim Mondlichte zurückgelegt, und Jean Charoſt hatte jetzt eine Gelegenheit, die äußere Erſcheinung ſeines Be⸗ gleiters zu unterſcheiden, welche vielleicht einnehmender war, als ſeine Rede. Er war ein Mann von mittle⸗ rem Alter, nicht ſehr groß, aber von ſehr breiter Bruſt und Schultern, und ſein Geſicht hatte, ohne ſchön zu ſein, etwas Feines und Gebieteriſches an ſich. Er ritt ſein Pferd mit mehr Stärke, als An⸗ muth, und lenkte es mit einer Leichtigkeit, die dem Thiere keinen eigenen Willen zu laſſen ſchien; jede Bewegung gab eine außerordentliche Kraft, mit eini⸗ ger Würde vereint, zu erkennen. Seine Kleidung ſchien reich und koſtbar, obgleich die Farben nicht deutlich zu unterſcheiden waren. Aber der kurze Mantel mit den langen mit Pelz beſetzten Aermeln, die faſt bis zu dem Bauche des Pferdes niederhingen,


