Teil eines Werkes 
2. Bd. (1853)
Entstehung
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Als er fort war, blieb Jean Charoſt einige Minuten ſtehen, ohne einen Schritt zu thun, um ſeine Befehle auszuführen. Die beiden Diener ſtanden gleichfalls mit gekreuzten Armen in faſt eben ſo ern⸗ ſter Träumerei, wie der junge Sekretair, da; aber ihre Gedanken waren ſehr verſchieden von den ſeinigen. Er erkannte in gewiſſem Grade die Beweggründe, nach welchen der Prinz handelte, und fühlte, wie ſtark und kräftig der Entſchluß ſein müſſe, der ihn zu dieſem Befehle beſtimmt habe, und zugleich auch, welche ſchmerzliche Gefühle ihn bewegten.

Ein Licht der Phantaſie umſpielte die Portraits, als er ſie anſah. Die Geiſter der Todten, der Ver⸗ nachläſſigten, der Vergeſſenen ſchienen die Züge an den Wänden zu beleben; und Jean Charoſt konnte nicht umhin, ein ſchmerzliches Bedauern zu empfinden, ſo eitel, thöricht und ſchuldig auch jene Leidenſchaft ſein mochte, welche dieſe ſprechenden Bilder hier auf⸗ geſtellt hatte, daß er ausgewählt worden, ſie jenem zerſtörenden Elemente zu übergeben, welches wohl die Bilder verzehren, aber nicht die Sünde auslöſchen konnte.

Endlich fuhr er aus ſeiner ſinnenden Betrachtung auf und begann das für ihn beſtimmte Werk. Die Diener gehorchten aus Gewohnheit den Befehlen, die ſie erhielten, obgleich ſie Zweifel hegten, ob der Prinz nicht an einem zeitweiligen Wahnſinn leide, weil er

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