Die junge Frau ſah ihren Mann an; der Mann blickte mit einiger Ueberraſchung auf Jean Charoſt hin und murmelte endlich, indem er dennoch ſeiner beſſeren Hälfte die Entſcheidung überließ:
„Ich denke, wir haben ſelber genug.“
„Ich erwarte nicht, daß Ihr ohne angemeſſene Vergütung für dies Kind ſorgen ſollt,“ ſagte Jean Charoſt.„Ich will mich verbindlich machen, daß Ihr gut für Eure Mühe bezahlt werdet.“
„Aber, Herr, wir kennen Euch nicht,“ ſagte der Mann.
„Wer ſchickte Euch zu uns, mein Herr?“ fragte die Frau zugleich.
Jean Charoſt zauderte, nahm Martin Grille das Kind ab und befahl ihm, die Hütte auf einen Augen⸗ blick zu verlaſſen.
Der Diener gehorchte; da er aber die Eigen⸗ ſchaft anderer Diener beſaß, nahm er eine Stellung vor dem Hauſe ein, wo er ſein Gehör, ſo wie ſein Geſicht anwenden zu können glaubte. Dies half ihm indeſſen nicht viel, denn wenn er auch ſah, wie die gute Angeline Moulinet Jean Charoſt das Kind von den Armen nahm, ſo hörte er doch Nichts von dem, was er leiſe zu ihr und ihrem Manne ſagte, als er ſich zu ihnen neigte. Er konnte auch aus den Ge⸗ berden der redenden Perſonen Nichts entdecken. Angeline erhob, wie mit Ueberraſchung, ihre Augen


