Teil eines Werkes 
1. Bd. (1853)
Entstehung
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Jean Charoſt's, der noch zwei oder drei Stunden in ſeinem Zimmer ſaß und ſich einen Plan entwarf, um ſich ſo weit wie möglich vor allen kleinen Beläſtigun⸗ gen zu ſchützen.

Ich will in dieſem Haushalte ſo viel wie mög⸗ lich für mich leben, dachte er.Ich will meinen eigenen Unterhaltungen nachgehen, wenn ich nur ent⸗ decken kann, zu welcher Zeit der Herzog wahrſchein⸗ lich meiner bedürfen wird. Wer meine Geſellſchaft wünſcht, ſoll dieſelbe ſuchen, und ich will mich von jeder Vertraulichkeit fern halten. Ich will mich be⸗ mühen, jedem Streite auszuweichen, wenn ich aber dazu genöthigt werde, will ich mich bemühen, zu machen, daß mein Gegner es bereuen ſoll.

Zu einer frühen Stunde am folgenden Morgen ging der junge Mann, um nach dem Befinden des Herzogs zu fragen, und erfuhr von einem der Die⸗ ner, die an der Thür ſtanden, daß er eine ſchlechte und ſieberhafte Nacht gehabt habe.

Ich habe Befehl, Euch zu ſagen, wenn Ihr Euch einfändet, ſagte der Mann,daß Seine Hoheit Euch um drei Uhr dieſen Abend bei ſich zu ſehen wünſcht, aber nicht früher Eurer bedarf.

Dieſe Ankündigung war eine Beruhigung für Jean Charoſt, und in ſein Zimmer zurückkehrend, wo er Martin Grille verlaſſen, ſagte er ihm, er möge beide Pferde zu einem weiten Ritte ſatteln.