Zwölftes Kapitel.
Die Dämmerung eines ſchönen Winterabends erfüllte die Luft, als der Zug des Herzogs von Orleans ſich ſeinem Schloſſe Beauté näherte. Auf einem hohen Ufer ſtehend, an deſſen Fuße der Fluß dahinſtrömte, und die letzten roſigen Strahlen auffangend, die noch am Himmel verweilten, obgleich die Sonne unterge⸗ gangen war, ſtellte das Haus mehr einen großartigen, als angenehmen Anblick dar, obgleich es von der Verbindung ſchöner Formen und reicher Dekorationen mit den Vertheidigungswerken, die damals für alle Landhäuſer nöthig waren, den Namen Beauté (Schönheit) entlehnte. Die Sänfte war in Juviſy ausgebeſſert worden und der Herzog hatte ſie wieder eingenommen; als aber der Zug die Anhöhe zu dem Schloſſe hinauf ritt, ſtreckte der Prinz den Kopf her⸗ aus und befahl dem nächſten ſeiner Begleiter, Lomelini zu ihm zu rufen.


