Elftes Kapitel.
Es giebt Perioden im Leben des Menſchen, wo Un⸗ fälle und Widerwärtigkeiten, wenn ſie nicht groß ſind, nützlich für ihn werden. Der Unfall und die Rettung aus der Gefahr erweckten den Herzog von Orleans aus einer ſchweren Gefühlloſigkeit, die ihn während der zwei oder drei letzten Tage niedergedrückt.
In dem großen Gaſthofe zu Juviſy war das Mittageſſen für ihn bereitet worden; aber vermöge einer jener Grillen, welchen ſich die mächtigen Fürſten in jenen Tagen ſehr häufig hingaben, hielt er vor den Thoren der alten Abtei an, die an der linken Seite der Straße lag, und ſagte in leiſem Tone, aber mit heiterem Lächeln zu Jean Charoſt:
„Wir wollen hineingehen und mit den guten Vätern zu Mittag ſpeiſen. Sie ſind berühmt wegen ihrer guten Mahlzeiten, und es muß jetzt um die Mittagsſtunde ſein.“


