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mit ſo lebhaftem Intereſſe an Allem, was vorging, daß er kaum zu athmen wagte. Die ganze Scene war indeſſen eine Lehre für ihn— eine Lehre, die er nie vergaß. Er ſah die Herablaſſung und vertraute Freundſchaft, die der Bruder des Königs von Frank⸗ reich gegen den einfachen Kaufmann zeigte; aber er ſah auch, daß keine Vertraulichkeit Jacques Coeur be⸗ wog, auch nur auf einen Augenblick den Reſpekt zu vergeſſen oder es an der Ehrerbietung fehlen zu laſſen, die er dem Range des Herzogs ſchuldig war. Er ſah ein, daß es möglich ſei, ſelbſt gegen eine königliche Perſon kühn und feſt zu ſein und ſie doch nicht zu beleidigen, wenn ihr Herz eben ſo edel war, wie ihr Name.
Die beiden Hauptperſonen im Zimmer ſchienen bei ihrer intereſſanten Unterredung Jean's Gegenwart ganz vergeſſen zu haben— ja der Herzog hatte ihn vielleicht noch nicht einmal bemerkt. Endlich aber erwachte der Herzog gleichſam aus ſeiner Zerſtreuung, nachdem er ſeinen Entſchluß gefaßt hatte und erhob ſeine Augen zu Jacques Coeur, als wollte er die Un⸗ terredung mit einer weiteren Ankündigung ſeiner Ab⸗ ſichten fortſetzen. Als er dies that, ſchien er plötzlich Jean Charoſt's Geſtalt zu bemerken, der im Halb⸗ dunkel ſtand, und rief raſch und lebhaft:
„Hal wer iſt das? Wer iſt dieſer junge Mann? Woher kam er? Was will er?“


