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„Es iſt nicht die Sache einer ſo demüthigen Per⸗ ſon, wie ich bin, Hoheit, in einem ſo ernſten Falle Mittel zur Abhilfe vorzuſchlagen,“ verſetzte Jacques Coeur;„aber ich zweifle nicht, daß Eure Verwand⸗ ten, die Herzoge von Valengon und Berri und der gute König von Sicilien Euch in ihrer Weisheit mit Rath unterſtützen könnten, der Eure Ehre ſichern, die Beruhigung des Reiches befördern und zu der Er⸗ reichung des großen Zweckes, den Ihr im Auge habt, hinwirken wuͤrde.“
Der Herzog von Orleans antwortete nicht, ſon⸗ dern ging, ſeine Arme über die Bruſt gefaltet, ein⸗ oder zweimal anſcheinend in tiefem Nachdenken in der Halle auf und ab. Endlich aber blieb er vor Jacques Coeur ſtehen, legte ſeinen Finger auf ſeine Bruſt und ſagte in ernſtem und forſchendem Tone:
„Was würde man von mir denken, mein Freund, wenn Louis von Orleans in einem Privatſtreite mit Johann von Burgund die ſanften Rathſchläge Valen⸗ Con's, Berri's und Anjou's in Anſpruch nehmen wollte? Würde man nicht ſagen, er ſei furchtſam?“
Einen Augenblick umſchwebte ein faſt unmerkliches Lächeln Jacques Coeur's Lippe; aber er erwiederte ernſt und reſpektvoll:
„Für's Erſte möchte ich Eurer Hoheit bemerklich machen, daß dies, wie ich es verſtehe, kein Privat⸗ Agnes Sorel, 1. 3 5
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