Teil eines Werkes 
1. Bd. (1853)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

nein ſagte würde ſich fragen, ob es angemeſſen ob eine Wahrſcheinlichkeit des Gewinnes ob eine Wahrſcheinlichkeit des Verluſtes vorhanden ſei ob es auf Eure oder Burgund's Seite Einfluß äußern würde. Aber ſo wahr mir der Himmel helfe, keine dieſer Rückſichten hat mich auch nur einen Augenblick beſtimmt. Ich habe mir nur eine Frage vorgelegt: Gereicht dies zum Wohle meines Vaterlandes? Ge⸗ reicht es zum Dienſte meines Königs? Ihr lacht, Hoheit, aber es iſt wahr, und die Antwort iſt ge⸗ weſen nein!

Jacques Coeur, Ihr ſeid ein guter und recht⸗ ſchaffener Mann, entgegnete der Herzog, ſeine Hand auf den Aermel des Anderen legend und ihm ernſt⸗ haft in's Geſicht blickend.Aber Ihr treibt mich da⸗ hin, Euch Erklärungen zu geben, die Ihr mir als mein wohlwollender Freund hättet erſparen können. Der Verſchwender giebt ſolche Erklärungen, führt wahrſcheinliche Entſchuldigungen an und erzählt eine einleuchtende Geſchichte, wie er in dieſe Verlegenheit gekommen, wenn er von einem Wucherer Geld borgen will; aber mich dünkt, dergleichen ſollte zwiſchen

Louis von Orleans, des Königs einzigem Bruder, und

ſeinem Freunde Jacques Coeur nicht ſtattfinden.

Ach, edler Prinz! rief der Kaufmann ſehr ge⸗ rührt. Aber der Herzog achtete nicht auf ſeine Worte,