tung und des Reſpekts ſeine Sammetmütze in der
Hand hielt.
„Ich ſagte Eurer Hohheit,“ verſetzte er, ſich ehr⸗ erbietig verneigend,„daß ich es nicht könne, daß es unmöglich ſei.“
Der Andere fuhr mit einigem Ungeſtüm vom Tiſche auf und rief:
„Unmöglich! Was! ſoll ich glauben, daß Ihr, der für den reichſten Kaufmann in dieſem Reiche ge⸗ halten wird, nicht ſelber oder bei Euren Freunden die kleine Summe aufbringen könnt, deren ich in einem Augenblick der großen Noth bedarf? Nein, nein, ſagt lieber, daß Eure Liebe zu Louis von Orleans kalt ge⸗ worden iſt, oder daß Ihr ihn nicht im Stande haltet, Euch das Geld zurückzuzahlen— daß Ihr glaubt, das Glück ſei gegen ihn— daß Ihr meint, ein Ge⸗ ſchick beherrſche das ſeine. Aber ſagt nicht, daß es unmöglich iſt.“
„Ich wiederhole, Hoheit,“ verſetzte Jacques Coeur in einem Tone, der einen Anflug von Kum⸗ mer hatte,„ich wiederhole, es iſt unmöglich! Nicht als wäre meine Bereitwilligkeit, Euch zu dienen, kalt geworden— nicht als glaubte ich, daß irgend Je⸗ mandes Geſchick in dieſem Reiche das Geſchick des Bruders meines Königs beherrſchen könnte— nicht als
hätte ich das Geld nicht, oder könnte es nicht in einer
Stunde in Paris erhalten.— Ja, ich will geſtehen,


