Zauber des Ausdrucks in ſeinem Geſichte und eine wunderbare Grazie in ſeiner Perſon, wodurch ſich beide ſelbſt in tiefer Ruhe auszeichneten.
Wir ſind geneigt, die Idee der Grazie auf die Handlung zu beſchränken. Es iſt eine irrthümliche Anſicht, daß die Grazie in vollkommener Ruhe nicht vorhanden iſt. Vielleicht iſt ſie nie in ihrer Vollkom⸗ menheit, als in der Ruhe. Dies beweiſ't ein ſchlum⸗ merndes Kind— dies beweiſ't die mediceiſche Venus — dies beweiſ't Dannecker's Sappho. Zu allen an⸗ deren Zeiten iſt ſie vorübergehend, dahinſchwindend, wechſelnd, gleich den Ausſtrahlungen des Nordlichts; aber in der Stille kann der Gedanke dabei verweilen, der Geiſt ſie auffaſſen, ſie leſen und ihre Bedeutung ergründen, gleich einem ſtets lebendigen Buche und nicht gleich dem geſprochenen Worte eines vorüber⸗ gehenden Fremden.
Der Mann war, wie geſagt, eifrig mit Schrei⸗ ben beſchäftigt und ſchien das Wort:„Herein!“ ohne aufzublicken ausgeſprochen zu haben. Als aber Jacques Coeur und ſein junger Begleiter eingetreten waren, erhob der Prinz— den er konnte nichts Anderes ſein, als ein Prinz, mögen auch die Republikaner ſagen, was ſie wollen— ſeine ſprechenden Augen und blickte vorwärts.
„Ah! mein Freund,“ ſagte er, als er den großen
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