— denn in dieſen ſeltſamen ungeordneten Zeiten ha⸗ ben die, welche am höchſten ſtehen, am meiſten einen Fall zu befürchten— wenn das Umgekehrte eintreten ſollte, ſage ich, ſo wirſt Du immer bei Jacques Coeur eine Zuflucht finden: ſein Haus, ſeine Börſe, ſein Vertrauen ſollen Dir immer geöffnet ſein. Setze alſo Deine Kappe auf und komm mit mir; denn das Glück, wie die Zeit, muß man immer gleich beherzt beim Schopfe faſſen.“
Der junge Mann nahm eine von den großen Kapuzen herunter, womit die Bürger, nach der Mode der damaligen Zeit, ihre Köpfe zu umhüllen pflegten, wenn ſie durch die Straßen von Paris gingen. Darunter hatte er indeſſen eine kleine Mütze, die nur den oberen Theil des Kopfes bedeckte, und über die Tunika, die er trug, warf er einen langen Mantel, denn das Wetter war ſehr kalt. Als er völlig gerüſtet war, wagte er zu fragen, wohin Maitre Coeur ihn führen wolle; aber der gute Kaufmann antwortete lächelnd:
„Noch nicht, mein Sohn— noch nicht. Wenn es uns gelingt, wie ich es erwarte, ſo wirſt Du es bald erfahren. Wenn nicht, ſo iſt es nicht nöthig. Komm mit mir, Jean, und verlaſſe Dich auf mich.“
„Sehr gern,“ verſetzte der junge Mann und folgte ihm.
Das Haus war groß und ſchön für die damalige


